Vipassana – Allgemeine Infos

Vipassana bedeutet im Buddhismus Einsicht in die Drei Daseinsmerkmale, also Unbeständigkeit, Nichtgenügen und Nicht-Selbst. Diese Meditation verbessert die Konzentration und das Wahrnehmungsvermögen des Menschen und wird oft als Einsichtsmeditation bezeichnet. Vipassana bedeutet “die Dinge so zu sehen, wie sie wirklich sind”. Es ist ein Training für Ihren Geist. Es ist eine der ältesten Meditationstechniken Indiens und wurde vor über 2500 Jahren von Buddha wiederentdeckt.

Ein Blick genauer

Vipassana hat mit Religion oder Weltanschauung nichts zu tun, der Schwerpunkt liegt auf einer engen Beziehung zwischen Körper und Geist. Gefühle, Urteile, Empindungen und so weiter werden durch Vipassana klar und deutlich. Ärger, Angst oder Ungeduld können mit Vipassana langsam abgebaut und in positive Verhaltensmuster wie Toleranz, Mitgefühl oder Ausgeglichenkeit umgewandelt werden.

Das Vipassana Training

Meistens werden dafür in Österreich 10-tägige Kurse angeboten, wobei die Teilnehmer in der gesamten Zeit das Kursgelände des Vipassana nicht verlassen dürfen und Regeln des Vipassana folgen müssen. Persönliche Gegenstände müssen im Kurszentrum abgegeben werden. Schweigen und Meditation stehen im Vordergrund. Die erste Regel lautet, sich während der gesamten Zeitdauer des Kurses zu bemühen, nicht zu töten oder zu stehlen und keine Drogen bzw. Alkohol zu konsumieren. Die zweite Stufe besteht darin, Herrschaft über den eigenen Geist zu entwickeln. So sollte am vierten Tag der Gesit konzentrierter und ruhiger sein – man kann mit der eigentlichen Praxis von Vipassana beginnen: Empfindungen werden beobachtet, wahre Natur wird verstanden und Gleichmut entwickelt. Vipassana ist ein geistiges Training und die Ergebnisse kommen erst nach und nach durch regelmäßiges Anwenden.

Kosten

Für das Vipassana Training werden keine Gebühren erhoben. Kosten für Unterkunft und Verpflegung werden durch Spenden von früheren TeilnehmerInnen beglichen.

Vipassana Meditation für die Seele

Vipassana Meditation hat die Bedeutung, dass man die Dinge sehen sollte, wie sie wirklich sind. Durch die Vipassana Meditation entwickeln sich mit der Zeit Schritt für Schritt Einsicht und Gleichmut.

Durch die Vipassana Meditation haben wir die Möglichkeit negative Verhaltensmuster abzubauen und positive Verhaltensmuster nach und nach zu stärken. So werden wir beispielsweise weniger wütend und ängstlich, denken dafür positiver und offener.

Was ist Vipassana Meditation eigentlich?

Vipassana Meditation (auch Einsicht) sind die drei Daseinsmerkmale des Buddhismus.
Diese sind: Unbeständigkeit (anicca), Leidhaftigkeit (dukkha), Nicht-Selbst (anatta).

Vipassana Meditation ist der Übungsweg zur Entfaltung dieser drei Einsichten. Vipassana Meditation hilft uns das Nicht Sehen und das dadurch entstandene Leiden zu überwinden und im Leben das Nirwana zu erreichen.

Die Vipassana-Praxis

Im Buddhismus ist es nicht zwingend an eine Religion gebunden zu sein, um diese Ziele zu erreichen. Vipassana Meditation wird also auch von Katholiken, Islamisten, Juden und sonstigen anderen Religionen ausgeübt werden, die nicht dem Buddhismus angehören. Psychologisch gesehen wird die Vipassana Meditation als Achtsamkeitsmeditation bezeichnet.