Depression – Volkskrankheit Nummer eins

Das wichtigste gleich zu Beginn: Sollten Sie unter Depressionen leiden, suchen Sie auf jeden Fall Ihren Hausarzt auf und besprechen Sie ganz nüchtern die Möglichkeiten einer Behandlung. Ihr Hausarzt wird Sie dann entsprechend aufklären und an einen Spezialisten überstellen. Am wichtigsten ist, erkennen Sie einen Depression an, wie z.B. eine Grippe oder Lungenentzündung, hier würden Sie auch einen Arzt aufsuchen und diese Krankheit nicht unbehandelt lassen.

Tipp: Studien belegen, dass Ausdauersport wie z.B. tägliches Laufen (30 – 60 Minuten) einen ähnlichen Effekt wie Antidepressiver haben. Vor allem am Morgen geht es depressiven Menschen oftmals besonders schlecht. Hören Sie auf zu grübeln, packen Sie ihre Laufschuhe und beginnen Sie den Tag mit einem befreienden Ausdauertraining. Oder steigen Sie aufs Rad, Rollerskates, egal was es ist, aber bewegen Sie sich, es wird Ihnen bestimmt bei der Bewältigung Ihrer Depressionen helfen.

Eine Depression ist eine psychische Erkrankung, welche sich durch Freud- und Interesselosigkeit, Antriebslosigkeit und generell durch gedrückte Stimmung bemerkbar macht. Depressionen treten ziemlich häufig auf: Etwa 16-20 von 100 Menschen erkranken im Laufe des Lebens an einer Depression. Allerdings gehen nur sehr wenige Leute zum Arzt bzw. wird nur bei einer geringen Anzahl von Patienten eine Depression erkannt.

Seltsamerweise wird bei Frauen zwei- bis dreimal so häufig eine Depression diagnostiziert als bei Männern. Das liegt wahrscheinlich daran, dass Männer seltener wegen einer Depression einen Arzt aufsuchen und weil sich eine „Männerdepression“ anders bemerkbar macht.

Ursachen einer Depression

Eine Depression entsteht, wenn sich der Stoffwechsel des Gehirns verändert. Die Neurotransmitter Serotonin und Noradrenalin sind bei Menschen mit Depressionen deutlich weniger im Gehirn vorhanden als bei gesunden Menschen. Ob diese Stoffwechselstörung jedoch wirklich der Grund für die Krankheit ist, wird noch diskutiert. Es steht auf jeden Fall fest, dass eine Depression meistens mehrere Ursachen hat.

Bei den Ursachen unterscheidet man zwischen inneren und äußeren Faktoren. Zu den inneren Faktoren können zum Beispiel eine Schilddrüsenunterfunktion oder bestimmte Medikamente zählen. Zu den äußeren Faktoren zählt man die Jahreszeit (Herbst-Winterdepression) oder den Mangel an Tageslicht. Bei der Entstehung einer Depression spielen auch genetische Faktoren eine Rolle.

Formen der Depression

Man unterscheidet je nach Schweregrad zwischen:

  • • Unipolare Depression
    • Bipolare Depression
    • Saisonal abhängige Depression
    • Depression in der Schwangerschaft
    • Anhaltende getrübte Stimmung (Dysthymie)

Unterschied Verstimmung & Depression

Die meisten von uns erleben ab und zu Phasen der Niedergeschlagenheit und Freudlosigkeit. Solche Verstimmungen oder Trauer sind aber total normale Reaktionen auf gewisse Ereignisse wie private Enttäuschungen, berufliche Misserfolge oder Verluste und somit kein Grund zur Sorge. Solche vorübergehenden Phasen von Stimmungstiefs müssen unbedingt von medizinisch anerkannten Depressionen unterschieden werden!

Tatsächlich ist es so, dass der Übergang von einer normalen Verstimmung zu einer richtigen Depression meist fließend ist. Ein erfahrener Arzt kann aber relativ klar unterscheiden, was bei seinem Patienten nun wirklich vorliegt.

Depression Symptome

Die Symptome von Depression sind eine niedergedrückte Stimmungslage, das Gefühl von Hoffnungslosigkeit oder sozialer Rückzug. Bei dieser Krankheit gibt es unterschiedliche Formen und man unterscheidet zwischen Krankheitsdauer und Ausprägungsgrad. Depression ist keinesfalls zu unterschätzen und als ernsthafte Erkrankung anzusehen. Außerdem kann man dieses „Gefühl“ nicht als Unlust oder Traurigkeit beschreiben.

Der Begriff Depression kommt aus dem Lateinischen und heißt soviel wie „niederdrücken“ oder „herabziehen“. Die Krankheit fällt in den Kreis der affektiven Störungen und ist durch Veränderungen der Stimmung zu erkennen. Weitere Gefühlsebenen können Interessen- und Antriebslosigkeit oder verringerte Leistungsfähigkeit sein.

Zusammenspiel verschiedener Einflussfaktoren-Depression Symptome

1. Genetische Ursachen

Ein erhöhtes Risiko besteht bei Menschen mit Blutsverwandten, dass sie an Depressionen erkranken. In dem Zusammenhang gibt es viele Forschungsprojekte, die sich mit diesem Thema genauer beschäftigen.

2. Neurobiologsiche Ursachen

Durch die Erkrankung ändert sich der Stoffwechsel im Gehirn. Außerdem sind die Werte der Überträgerstoffe Serotonin, Dopamin und Noradrenalin niedriger als bei Gesunden. Expertinnen bzw. Experten sind sich nicht sicher, ob diese Stoffwechselstörung Auswirkungen auf die Krankheit hat. Im Gehirnstoffwechsel gibt es bei depressiven Erkrankungen andere Veränderungen. Außerdem können noch Störungen im Hormonhaushalt durch eine Schilddrüsenerkrankung können die Folge sein.

3. Psychische Gründe

Der Tod eines geliebten Menschen, Trennung, Scheidung oder Verlust des Arbeitsplatzes können zu Ursachen für eine Depression führen. Das Depressionsrisiko wie zum Beispiel gestörter Schlafrhyhtmus oder eine veränderte Schlafstruktur kann dadurch erhöht werden.