Alternativen Heilmethode / Akupunktur

Die Behandlungsmethode Akupunktur  basiert auf der Grundlage der chinesischen Vorstellung vom Qi, was soviel wie Lebensenergie bedeutet. Diese fließt in Energiebahnen im Körper und wird auch Meridiane genannt. Wenn diese Energiebahnen gestört oder blockiert werden, kommt es zu gesundheitlichen Beschwerden oder Beeinträchtigungen. Durch das Setzen von Nadeln an verschiedenen Punkten des Körpers soll das innere Gleichgewicht des Yin und Yang wieder hergestellt werden.

Was ist Akupunktur?

Unter Akupunktur versteht man die Behandlung mit Nadeln an genaue vorgegebene Punkte, zum Zweck der Therapie.

Der Begriff Akupunktur beinhaltet aber auch noch andere Reizmethoden. Diese Methode wird nicht nur durch Behandlungen mit Nadeln ausgeübt. Die Akupunkturpunkte liegen auf den linearen Leitbahnen des Energieflusses (Meridiane). Diese Methode zeigt vor allem Wirkung bei gestörten Strukturen. Leider gibt es fast bis gar keine Wirkung, bei zerstörten Strukturen. Sie ist eine sehr gute Ergänzung, aber kein Ersatz für eine schulmedizinische Diagnose oder Behandlung. Der Körper soll in sein dynamisches Gleichgewicht gebracht werden. Dabei sprechen die Chinesen von der Ausbalancierung von Yin und Yang sprechen.

Die beiden sich ergänzenden Aspekte aller Lebensbereiche und Vorgänge werden durch Yin und Yang gebildet. Es wird hier Energie und Materie symbolisiert. Yin ist ohne Yang nicht funktionsfähig. Yin bildet die materielle Basis. Yang bedeutet die Funktion.

Die Wirkung von Akupunktur:

  • Durch Impulse, die bei einer Akupunkturbehandlung gesetzt werden, entstehen Wirkungen auf verschiedene Ebenen des Zentralnervensystems. Dabei wird eine veränderte Schmerzverarbeitung resp. Schmerzwahrnehmung bewirkt.
  • Ein anderes Resultat ist, dass durch die Behandlung mehr Substanzen freigesetzt werden, die sich regulierend auf Schmerzen, auf die Psyche und auch abwehrsteigernd auswirken (z.B. Endorphin).
  • Auf die Muskulatur wirkt die Behandlung durchblutungsfördernd. Dabei bewirkt es auch eine Entspannung der Muskulatur. Nicht nur am Punkt des Nadelstiches, sondern auch, wo sich das Zielgebiet des Punktes befindet.
  • Eine positive Wirkung hat diese Behandlung auf das Immunsystem, weil es die körpereigene Abwehrkraft stärkt.

Akupunktur Schwangerschaft – Macht es die Geburt einfacher?




 

 

 

Akupunktur zur Geburtsvorbereitung wird immer beliebter. Mittlerweile setzt bereits etwa ein Drittel der Frauen, die das erste Mal schwanger sind, auf die Wirkung der kleinen Nadeln. Eine Studie belegt, dass das Verfahren die Geburtsdauer von Erstgebärenden im Schnitt von zehn auf acht Stunden verkürzt.

Die Akupunktur ist ein Verfahren der Traditionellen Chinesischen Medizin. Sie ist eine ganzheitliche Therapieform, die im ganzen Organismus wirkt. Sie kann zwar keine “Zerstörungen” im Körper reparieren, aber gestörte Funktionen werden dadurch reguliert. Durch das Einstechen der Nadeln in genau definierte Punkte wird ein gestörter Energiefluss wieder hergestellt und die Energie zwischen unterschiedlichen Körperregionen ausgeglichen.

Akupunktur eignet sich vor allem für Schwangere, die sich auf natürliche Art auf die Geburt vorbereiten wollen. Und Akupunktur Schwangerschaft kann Frauen helfen, entspannt und vertrauend auf die eigene Stärke und Energie die Geburt zu durchleben. Die positive Wirkung der Akupunktur zur allgemeinen Geburtsvorbereitung, aber auch bei Beschwerden in der Schwangerschaft und während der Geburt ist durch verschiedene Studien belegt.

Akupunktur Schwangerschaft – Allgemeine Geburtvorbereitung

Eine Studie hat gezeigt, dass Akupunktur Schwangerschaft bei Erstgebärenden die Geburtsdauer im Schnitt von zehn auf acht Stunden verkürzt. Dieser positive Effekt beruht auf einer schnelleren Reifung des Gebärmutterhalse und einer gezielteren Wehentätigkeit in der Eröffnungsphase; also in der Zeit bis zur vollständigen Öffnung des Muttermundes. Die Akupunktur kann ausschließlich diese Phase verkürzen, auf die Austreibungsphase hat sie dagegen keinen Einfluss.

Die Akupunktur Schwangerschaft sorgt außerdem dafür, dass die Frau die Geburtswehen weniger schmerzhaft empfindet und dass die Wehen auch in der Austreibungsphase zielgerichteter sind. Die geburtsverkürzende Wirkung der Akupunktur wird erst ausgelöst, wenn der Körper der Frau auf natürlichem Weg zur Geburt reif ist. Die Behandlung hat also keinen Einfluss auf den Geburtstermin und führt auch nicht zu vorzeitigen Wehen.
Schwangerschaftsbeschwerden, die durch Akupunktur Schwangerschaft gemildert werden können:

  • - vorzeitige Wehentätigkeit
  • - Schwangerschaftserbrechen
  • - Schmerzen unterschiedlichster Art
  • - Angst, Unruhe, Schlafstörungen
  • - durch die Schwangerschaft bedingter Bluthochdruck
  • - Fehllagen des Kindes

Nebenwirkungen der Akupunkturbehandlung

Manche Frauen bekommen während der Behandlung Probleme mit dem Kreislauf. Ein Grund hierfür kann, neben den rein körperlichen Ursachen, auch eine allgemeine “Angst vor Nadeln” sein.

Akupunkturpunkte

Akupunktur ist ein Teilgebiet der traditionellen chinesischen Medizin. In der traditionellen chinesischen Medizin ist man überzeugt, dass der ganze Körper von der Lebensenergie, dem sogenannten Qi, durchströmt wird. Das Qi zirkuliert auf definierten Leitbahnen, oder auch Meridianen genannt, und beeinflusst alle Körperfunktionen. Wenn also eine Erkrankung vorliegt, liegt es an einer Störung des Energieflusses, die man durch die Akupunktur beheben kann. Für jedes gesundheitliche Problem, gibt es einen bestimmten Punkt, den sogenannten Akupunkturpunkt, der das Problem mit einem Stich mit der Akupunkturnadel gelöst werden kann, und das Qi wieder frei fliesen kann.

So finden Sie die Akupunkturpunkte

Die Akupunkturpunkte sind nicht so leicht zu finden. Zur Orientierung dienen sogenannte Orientierungspunkte, die bei jeden Menschen gleich sind, wie zum Beispiel der Kopf und seine Strukturen, die Dornfortsätze der Wirbelsäule, die Knochen der Arme und Beine, Knochenvorsprünge, die Oberkanten der Beckenschaufeln, die Schulterblätter, das Brustbein und die Rippen, sowie der Nabel, und die Füße.

Man sollte aber beachten, dass bei Kindern noch nicht alle Akupunkturpunkte vorhanden sind. Bei Kindern unter sechs Jahre sind erst sehr wenige Akupunkturpunkte ausgebildet, und die Anzahl der Akupunkturpunkte ist bis zum zwölften Lebensjahr eingeschränkt.

Geschichte der Akupunktur

Es ist die am weitesten verbreitete Heilmethode der Welt. Erwähnt wurde Akupunktur erstmals im Jahre 90 v. Chr. Bereits vor 3000 Jahren wurde in China auf diese Art Erkrankungen behandelt und das völlig ohne Nebenwirkungen. Die Wiederentdeckung erfolgte im 19 Jahrhundert, weil sich der westliche Einfluss durch Missionare im asiatischen Raum ausbreitete. Die traditionelle Medizin geriet dort sehr ins schlechte Bild. Dabei wurde sie von den Chinesen als Aberglaube betrachtet. Angetrieben von der Initiative von Mao Tse Tsung Ende der 50er Jahre, erlange die traditionelle Medizin wieder einen höheren Stellenwert. Richard Nixon besuchte China im Jahr 1972. Dieser Besuch führte dazu, dass auch der Westen wieder mitbekam, was für eine tolle Wirkung die asiatische Nadeltherapie hatte.